Jurassicpark des Kommunismus
Szoborpark in Budapest
42 Denkmäler und Statuen kommunistischer Helden wurden nach dem Systemwechsel von Budapests Straßen entfernt und sind seit 1993 jetzt im Szoborpark ausgestellt. Zu schmissigen Pionierliedern, die aus den Lautsprechern tönen, kann man Skulpturen von Lenin, Marx, Engels, aber auch Denkmäler des Sowjetsoldate oder der Räterepublik bestaunen. Was bis heute mehr als eine halbe Million Menschen getan haben.
Die Idee des Parks ist seit seiner Gründung heftig umstritten. Wie mit den realen Vorsitzenden und Tätern der gefallenen und besiegten Gesellschaftsordnung umzugehen ist, entscheiden Gerichte. Wie man aber mit den Insignien der Heldenverehrung verfährt, ist nicht juristisch zu lösen, sondern ein gesellschaftlicher Prozess, in dem sich auch jeder persönlich fragen darf, wie viel Einfluss auf das eigene Leben er den aktuell herrschenden Göttern und Helden zubilligt.
Eine Minderheit wollte die starren Zeitzeugen damals lieber zerstören wie in anderen Ländern des ehemaligen Ostblocks. Andere möchten die gefallenen Helden, wenn schon, nicht aufrecht, sondern "kaputt" zeigen. Und manche sehen es so wie Besucherin Barbara Ball aus Florida, die dem Park ins Gästebuch schrieb: "Ich bin froh, dass ihr die Statuen erhalten habt, statt sie zu zerstören. Diese sind, nach allem, ein Teil EURER Geschichte." www.szoborpark.hu









