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EDITION 11: Echtes Bad-Design in virtuellen Räumen

Freiheit ist die Vielfalt der Möglichkeiten – so lautet der Produkt-Claim des neuen KEUCO Badeinrichtungskonzepts EDITION 11. Wie setzt man eine solche Botschaft für Anzeigen und Kataloge visuell in Szene?

KEUCO entschied sich, für die visuelle Umsetzung der ISH-Neuheit EDITION 11 einen neuen Weg zu beschreiten: Nicht bei einem klassischen Studio-Fotoshooting sollten die Milieubilder entstehen, sondern mittels Computer Generated Imagery (CGI), also auf Basis digitaler 3-D-Grafiken.

Christian Vöttiner, Kreativchef bei Kontrast, der Kommunikations-agentur von KEUCO, erläutert, wie es zu diesem Entschluss kam: "Die EDITION 11 bietet eine außergewöhnliche Vielfalt, auch bei den Formaten – sie reichen bis zu Waschtischlösungen mit 2,80 Meter Breite. So entstand die Idee, die Produkte in eine Architektur einzubinden, die ebenso weitläufig und individuell ist wie die Edition selbst. Wir wünschten uns eine Überhöhung. Räume, die real sein könnten, die man aber so nirgendwo findet und die man in einem Studio nicht mit vertretbarem Aufwand bauen könnte. Also mussten wir sie virtuell erzeugen."

Vöttiner wandte sich an Tino Schaedler, einen international bekannten Produktionsdesigner und ausgebildeten Architekten, der unter anderem bereits für den Architekten Daniel Libeskind gearbeitet hat. Heute ist Schaedler auf die Erstellung digitaler Filmsets spezialisiert. Neben seiner Arbeit für TV-Commercials realisiert Schaedler regelmäßig auch Sets für monumentale Kinoproduktionen wie zum Beispiel die Harry-Potter-Reihe. Schaedler arbeitete in enger Abstimmung mit der Werbeagentur und Christian Stoll, Architektur- und Interior-Fotograf. Drei Räume wurden entworfen: ein Bad mit gläserner Kirchturmuhr in einem hoch über einer Stadt gelegenen Gebäude, ein weitläufiger, durch natürliche Materialien geprägter Sanitärbereich in einem Atriumhaus und schließlich ein futuristisch wirkendes, ganz in Weiß gehaltenes Spa mit künstlichem Wasserfall. Die Entwürfe sind, was Baustatik und Materialien betrifft, plausibel, dabei aber von bewusst überzeichneter Ästhetik.

Die EDITION-11-Produkte sollten, wie auch die Models, klassisch fotografiert und in die CGI-Composings hineinretuschiert werden. Damit alle Objekte perspektivisch korrekt und mit realistischem Lichteinfall aufgenommen werden konnten, erhielt Fotograf Stoll genaue Angaben über Entfernungen, Winkel und Lichtquellen in den virtuellen Räumen. Im Studio entstanden dann die darauf abgestimmten Produkt- und People-Aufnahmen. Inzwischen wurden die gerenderten Milieu-Composings final bearbeitet. Dabei erforderte allein die Berechnung der Strahlenbrechung der virtuellen Lichtquellen eine Rechenzeit von mehr als 24 Stunden.

KEUCO Geschäftsführer Hartmut Dalheimer zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen. "Die EDITION 11 wird in den Bildern sehr wirkungsvoll präsentiert. Wir erzielten beachtliche Aufmerksamkeit und bekamen von vielen Seiten positives Feedback", sagt er. Wegen der praktisch unbegrenzten Möglichkeiten, die CGI eröffne, sehe er in Zukunft viele weitere Einsatzmöglichkeiten für dieses Verfahren.

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