Filmtipps
Dokumentation
Schindlers Häuser
2006, Regie: Heinz Emigholz. Heinz Emigholz' Filme werten und kommentieren nicht, sondern beobachten einfach. Für den Betrachter entfaltet sich das Lebenswerk des porträtierten Architekten dadurch, dass der Regisseur dessen gebaute Hinterlassenschaft sprechen und ihre Geschichte erzählen lässt: in diesem Fall 40 Wohnhäuser des österreichisch-amerikanischen Architekten aus den Jahren 1921 bis 1952.
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Goff in der Wüste
2003, Regie: Heinz Emigholz. In der für ihn typischen Art und Weise zeigt Heinz Emigholz 62 Bauten von Bruce Goff (1904-1982), des Begründers des "alternativen Bauens" – vom kleinen Tankstellenhäuschen bis zum repräsentativen Museumsbau. Damit ist der 110 Minuten lange Streifen die bis heute einzige filmische Dokumentation fast aller noch existierenden Gebäude des in Europa wenig bekannten Architekten.
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Loos ornamental
2008, Regie: Heinz Emigholz. 27 noch existierende Wohn- und Bürobauten des österreichischen Architekten Adolf "ornament und verbrechen" Loos (1870-1933) aus den Jahren 1899-1931, aufgenommen im Kontext ihrer baulichen Umgebung des Jahres 2006. "Loos Ornamental" dokumentiert damit auch das Schicksal der architektonischen Moderne und den – mal mehr, mal weniger respektvollen – Umgang der Nachwelt mit ihr.
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Max Bill – Das absolute Augenmaß
2008, Regie: Erich Schmid. Porträt des Schweizer Künstlers, der als Architekt, Bildhauer, Designer, Maler, Typograf und Gründungsrektor der hfg ulm einer der wichtigsten Vertreter der Konkreten Kunst war. Der Film zeigt einen ebenso couragierten wie politisch engagierten Menschen, für den Kunst und Design nie nur reiner Selbstzweck waren, sondern auch moralischen und gesellschaftlichen Zielsetzungen zu gehorchen hatten.
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Sketches of Frank Gehry
2006, Regie: Sidney Pollack. Für seinen Film begleitete der Oscar-Preisträger den mit ihm befreundeten Architekten über fünf Jahre mit einer Handkamera. Das Porträt vermittelt neben biografischen Skizzen sehr persönliche Einblicke in das Leben eines außergewöhnlichen Architekten. Immer wiederkehrendes Motiv sind dabei die schnellen Entwurfsskizzen, mit denen Gehry bis heute die Arbeit am Computer verweigert.
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Detonation Deutschland
1996, Regie: Piero Steinle, Julian Rosefeldt. Julian Rosefeldt und Piero Steinle erzählen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis Mitte der 90er-Jahre die Chronologie einer elementaren Leidenschaft, und sie lassen es dabei donnern, splittern und bersten: In "Detonation Deutschland" werden nacheinander und perfekt choreografiert historische Gebäude, Brücken, Industrieanlagen und Wohnblöcke dem Erdboden gleichgemacht.
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Albert Kahn – Architekt der Moderne
1993, Regie: Dieter Marcello. Der Architekt, der eigentlich gar keiner war und lieber Pianist geworden wäre: Als Anfang des 20. Jahrhunderts die Automobilindustrie in Detroit boomte, baute der Autodidakt und Pionier des Stahlbetons ihr die Fabriken, Bürotürme und Verwaltungsgebäude, die sie brauchte – und später dem "Klassenfeind" Sowjetunion gleich 530 komplette Fabrikkomplexe. Die Biografie eines unermüdlichen Arbeiters.
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Das Leben ist ein Hauch
2007, Regie: Fabiano Maciel. Für seine Dokumentation über den letzten noch lebenden Vertreter der klassischen Moderne neben Ieoh Ming Pei begleitete Fabiano Maciel seinen Hauptdarsteller ganze zehn Jahre lang. Dabei entwickelte der Regisseur eine Nähe zu Niemeyer, die dem Film stets anzumerken ist. Unterbrochen werden seine Erinnerungen lediglich von historischen Aufnahmen seiner Bauten – eine wunderschöne Hommage zum 100. Geburtstag.
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Die Reisen des Santiago Calatrava
1999, Regie: Christoph Schaub. Der Dokumentarfilm "Die Reisen des Santiago Calatrava" erzeugt durch eindringliche visuelle Kontraste eine intensive, geradezu sinnliche Spannung, die ihn zu einem beeindruckenden Stück des Genres macht. Zugleich ist es ein filmisches Denkmal für den hochdekorierten Ausnahmearchitekten, der bei den meisten seiner weltweit gefeierten Werke Anleihen aus der Natur in Form filigraner, organischer Strukturen nutzt.
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Building the Gherkin
2005, Regie: Mirjam von Arx. Eine Hommage an ein Gebäude. Dabei stehen weniger gestalterische oder baukonstruktive Aspekte im Mittelpunkt der Dokumentation als vielmehr die Emotionen und Motivationen aller Beteiligten – vom Einwohner Londons über die Eigentümer und ihre Vertreter bis zu Sir Norman Foster mit seinem Team. Diese Herangehensweise verdeutlicht einmal mehr: Architektur ist auch ein Gefühl.
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Klassiker
Architektur des Untergangs
1989, Regie: Peter Cohen. Dokumentarfilm über die Ursprünge und Auswirkungen nationalsozialistischer Kunst, deren Ästhetik das Dritte Reich als "Gesamtkunstwerk" etablieren sollte. Es gelingt dem Regisseur dabei mit Hilfe von bis dato unbekanntem Bildmaterial, die selbstmörderische Vernichtungsideologie und die Verbrechen des Regimes aus dem Schönheitsbedürfnis seiner geistigen Führer abzuleiten.
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Berlin – Sinfonie Einer Großstadt
1927, Regie: Walther Ruttmann. Der als dokumentarisches Kunstwerk konzipierte Film stellt Berlin – neben New York die Großstadt des 20. Jahrhunderts – als lebenden Organismus dar. Filmschnitt und Klavierbegleitung betonen die im langsamen Erwachen der Stadt, in der Hektik des Tages und im langsameren Ausklingen am Abend liegende Analogie zu einer Sinfonie. Wunderschöne Aufnahmen eines technikeuphorischen, noch unzerstörten Berlin.
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Metropolis
1927, Regie: Fritz Lang. Architektur als Mittel, um gesellschaftliche und politische Unterschiede darzustellen: Während die Oberschicht in Prunk schwelgt, atmet die unterirdische Arbeiterstadt Geist und Ästhetik des Bauhauses. Der Stummfilm-Klassiker des deutschen Expressionismus zeigt eine technokratisch-futuristische Großstadt mit Hochhauskulisse und ausgeprägter Zweiklassengesellschaft als Schauplatz einer marxistisch geprägten revolutionären Erhebung.
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Blade Runner
1982, Regie: Ridley Scott. Die Geschichte eines Spezialdetektivs, der künstliche Menschen unschädlich machen soll, spielt in einer Megalopolis im Jahre 2019. Die Architektur betont das Nebeneinander von Versatzstücken verschiedener Kulturkreise und Epochen. Gedreht wurde die Mischung aus Film Noir und Science-Fiction u.a. im 1893 errichteten Bradbury Building, in Frank Lloyd Wrights Ennis House und in der LA Union Station.
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The Fountainhead
1949, Regie: King Vidor. Keine Kompromisse: Die Parabel über den Siegeszug der Moderne schildert die Lebensgeschichte eines Architekten, dessen Entwürfe zunächst auf wenig Gegenliebe treffen, der sich aber dennoch hartnäckig durchsetzt. Film und Romanvorlage sind an die Lebensgeschichte Frank Lloyd Wrights angelehnt, der eigentlich als Szenenbildner verpflichtet werden sollte, was an seinen überzogenen Gagenforderungen scheiterte.
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Études sur Paris
1928, Regie: André Sauvage. Der Stadtporträt-Klassiker nähert sich dem Zentrum der französischen Metropole auf dem Wasser über die Vororte und registriert die vielfältigen Milieus von Paris aus der Perspektive des Flaneurs. Filmisch mit gewissen Ähnlichkeiten zu "Berlin – Die Sinfonie einer Großstadt", allerdings ohne die rasanten Tempowechsel, spielt der Stummfilm "Études sur Paris" virtuos mit den damaligen Möglichkeiten des Mediums.
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Die Mörder sind unter uns
1946, Regie: Wolfgang Staudte. Weihnachten 1945, Architektur nach dem Untergang: In Berlin begegnet ein ehemaliger Unterarzt jenem Hauptmann wieder, der drei Jahre zuvor in Russland die Erschießung von Frauen und Kindern veranlasste. Staudtes in ausdrucksstarkem Helldunkel gefilmtes Meisterwerk, die erste deutsche Nachkriegsproduktion überhaupt, ist bis heute ein Mahnmal dafür geblieben, was Kriege mit Städten anrichten.
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A Foreign Affair
1948, Regie: Billy Wilder. Die junge republikanische Kongressabgeordnete Phoebe Frost kommt als Mitglied einer Delegation in das kriegszerstörte Berlin, um die Moral der dort stationierten US-Truppen zu überprüfen. Die Originalaufnahmen der zerbombten Stadt, darunter die beeindruckende Opening Scene der DC-3 im Anflug auf Berlin-Tempelhof über einem Meer von ausgebrannten Häuserruinen, drehte Wilder bereits 1945.
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Stromboli
1949, Regie: Roberto Rossellini. Landschaft als Psychogramm: Ein Flüchtlingsmädchen aus Litauen sieht in der Ehe mit einem Fischer die Gelegenheit, aus dem Lager zu kommen. Trotz aller Demütigungen durch ihn und die Frauen des Dorfes entschließt sie sich zu bleiben. Der Film, ein Meilenstein des Neorealismo, beeindruckt neben Aufnahmen des Vulkanausbruchs mit den für die Liparischen Inseln typischen weiß getünchten, würfelartigen Häusern.
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The Black Cat
1934, Regie: Edgar G. Ulmer. Moderne Architektur als Chiffre europäischer Dekadenz: Das auf einer Geschichte von Edgar Allan Poe basierende B-Movie schildert die bizarren Erlebnisse eines jungen Paars auf Hochzeitsreise im Landhaus eines abgrundtief bösen Architekten. Der Regisseur nutzt hinterleuchtete Glaswände und bewegliche Raumelemente zur schrittweisen Enthüllung der im Haus verborgenen Schrecken.
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2001: A Space Odyssey
1968, Regie: Stanley Kubrick. Der Sci-Fi-Klassiker: Das fantastische Abenteuer vereint technische Utopie und kulturphilosophische Spekulation zu einer überwältigenden Weltraumoper. Der Plot, eine Entwicklungsgeschichte der Menschheit voller Skepsis und Ironie, wird mit optischen Effekten und einer Tricktechnik umgesetzt, die das filmische Genre und unsere Vorstellung von "Weltraum"-Architektur über Jahre hinweg prägten.
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Der Architekt
2009, Regie: Ina Weisse. Distanzierter Intellekt ("Der Architekt hat den einzigen Beruf, der es erlaubt, durch die eigenen Gedanken zu gehen") vs. elementare Kraft der Natur: Die Fahrt zur Beerdigung seiner Mutter in ein Tiroler Bergdorf gerät für den Hamburger Architekten Georg Winter zu einer Konfrontation mit den Abgründen eigener Vergangenheit: Am Ende scheitern alle Versuche, die Kontrolle zu be- und die Fassade aufrechtzuerhalten.
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Playtime
1967, Regie: Jacques Tati. Modernismuskritik: Playtime spielt in einem nicht nur für die 60er-Jahre futuristisch wirkenden Paris, das nur noch aus uniform-sterilen Glas-Stahl-Konstruktionen und Büroblocks zu bestehen scheint. Der Film – Tati ließ dafür eigens eine riesige Kulissenstadt errichten – war sehr teuer und aufwendig, scheiterte aber trotz brillantem Produktionsdesign, visionärer Kameraführung exzellenter Kritiken an der Kinokasse.
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Spur der Steine
1966, Regie: Frank Beyer. DDR-Ästhetik der 60er-Jahre: Auf der Großbaustelle "Schkona" gerät der Gang der Dinge aus dem Lot, als eine Ingenieurin und ein neuer Parteisekretär mit neuen Ideen für frischen Wind im Bauwirtschaftsfunktionalismus sorgen. 25 Jahre lang verbotene, respektlos-humorvolle Auseinandersetzung mit Plattenbauten, Planwirtschaft und Partei, getragen von einem pointierten Buch und brillanten Darstellern.
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Alle Anderen
2009, Regie: Maren Ade. Der Architekt zwischen (erfolglosem) Sensibelchen und (erfolgreichem) Macker: Während ihres Urlaubs wird die Liebe von Gitti und Chris brüchig, als die Begegnung mit Sana und Hans die eigenen Lebensentwürfe in Frage stellt. Der Film verfolgt die Zersetzung einer Beziehung im Spannungsfeld zwischen Sehnsüchten und Erwartungen, Hauptdarsteller Lars Eidinger kommt gänzlich ohne Designerbrille und Rollkragenpullover aus.
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My Architect – a son's journey
2003, Regie: Nathaniel Kahn. Ein Sohn auf Spurensuche nach seinem Vater, den er nie richtig kennengelernt hat: Dazu unternimmt Nathaniel eine Reise zu denen, die Louis I. Kahn kannten; Gebäuden, die ihn bekannt gemacht hat. Mit dezent-ironischer Distanz dekonstruiert er in ruhigen Einstellungen und langen Fahrten den "Mythos Kahn" so, dass dahinter ein widersprüchlicher, dennoch liebenswerter Mensch zum Vorschein kommt.
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New York Portrait
1979 | 1981 | 1990, Regie: Peter B. Hutton. Sorgfältig komponierte Experimentalfilm-Trilogie: Während Kapitel I die Stadt in mehreren kalten Winternächten zeigt, entstand Kapitel II über einen längeren Zeitraum zwischen 1980 und 1981. Kapitel III schließlich integriert auch ältere Filmsequenzen. Gemeinsam ist allen drei Stummfilm-Stadtporträts ihre formale Strenge: 16 mm, schwarz-weiß, keine Schwenks, keine Tonspur.
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La Haine
1995, Regie: Mathieu Kassowitz. Der mehrfach ausgezeichnete, schnell geschnittene und teils mit Handkamera gedrehte Schwarz-Weiß-Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Er zeigt die französischen Banlieues als trostlose Orte von Hass und Gewalt. Die Handlung: 24 Stunden im Leben der drei jugendlichen Hauptdarsteller, des Arabers Saïd, des Juden Vinz und des Schwarzen Hubert, deren Welt von Drogen und Schikanen durch die Polizei geprägt ist.
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Sous-sols de Paris
1977, Regie: Gordon Matta-Clark. In diesem in Super 8 gedrehten, auf 16 mm vergrößerten Film erforschte Konzeptkünstler Matta-Clark das unterirdische Paris. "Sous-sols de Paris" zeigt die Komplexität der unterirdischen Räume in Bildern von Architekturruinen, Tiefgaragen, Beinhäusern, Krypten und Kellern im 2. Arrondissement. Zuvor hatte Matta-Clark bereits einen Rundgang durch den New Yorker Untergrund gemacht.
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Andreas Schlüter
1942, Regie: Herbert Maisch. Auf Tatsachen basierend: Der preußische Architekt Andreas Schlüter (Heinrich George) erhält auf dem Höhepunkt seiner Karriere einen königlichen Bauauftrag: die Errichtung eines Turms von Rekordmaßen. Das Projekt ist nicht realisierbar. Der Turm stürzt ein, Schlüter fällt in Ungnade, weiß aber: "Ewig ist das Werk." Tatsächlich steht der "Schlüterhof" im Berliner Stadtschloss heute vor der Wiedererrichtung.
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Blockbuster
The Untouchables
1987, Regie: Brian de Palma. Die Geschichte des Mannes, der Al Capone wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis brachte. Inszeniert als moderner Großstadt-Western im Chicago der 30er-Jahre, der Stil über Authentizität stellt. Der Showdown in der Union Station ist eine Hommage an Sergej Eisensteins Filmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin". Die Stadtführung zu den Originalschauplätzen wird heute als "Untouchables Tour" angeboten.
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Gattaca
1997, Regie: Andrew Nichol. In the not too distant future: Film über eine Gesellschaft, in der Gentechnologie und Präimplantationsdiagnostik die Auswahl von Kindern nach Maß ermöglicht. Die in Braun-Gelb-Sepia-Tönen gehaltene Optik und die meist mit Weitwinkel aufgenommenen Räume verstärken den Eindruck des Unheimlichen, die Architektur ist geschmackvolle Moderne, gedreht in einer Ästhetik der frühen 60er-Jahre, u. a. am Marin County Civic Center.
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Night on Earth
1991, Regie: Jim Jarmusch. Architektur aus der Perspektive des Taxi(fahrer)s: Der Episodenfilm erzählt Geschichten aus Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki, die alle in derselben Nacht, zur selben Zeit, aber in verschiedenen Zeitzonen spielen – und zeigt, wie sehr sich europäische und amerikanische Städte unterscheiden. Um Atmosphäre und Stimmung möglichst zu erhalten, drehte Jarmusch die Episoden in der jeweiligen Landessprache mit Untertiteln.
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Die Truman Show
1998, Regie: Peter Weir. Böse Satire auf die Macht der Medien: Das Leben des Versicherungsagenten Truman Burbank ist ohne dessen Wissen seit 30 Jahren Gegenstand einer weltweit live übertragenen "Seifenoper", für die eigens eine unter einer Kuppel gelegene, von Wasser umgebene Kleinstadt im Stil der 50er-Jahre errichtet wurde. "Seahaven" heißt in Wirklichkeit Seaside, liegt in Florida und wurde von Robert Davis konzipiert.
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Das Haus am See
2006, Regie: Alejandro Agresti. Ein Haus als Hauptdarsteller in einer Romanze: Für einen neuen Job zieht Dr. Kate Forster nach Chicago. Zu ihrem Nachmieter, dessen Vater das Haus einst baute, entwickelt sich eine Brieffreundschaft, aus der schließlich Liebe wird. Das namensgebende Haus am See, ein gläserner Bungalow auf Stelzen direkt am Maple Lake in Illinois, wurde nach den Dreharbeiten wieder abgerissen.
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Eins, Zwei, Drei
1961, Regie: Billy Wilder. Architektur als Distinktionsmerkmal im Klassenkampf: Schauplatz der Komödie ist das geteilte Berlin im Sommer 1961 – hier vorwärtsgewandte Wiederaufbau-Dynamik, dort ruinöse Stagnation. Als noch während der Dreharbeiten die DDR mit dem Bau der Mauer begann und nicht mehr am Brandenburger Tor gedreht werden konnte, wurde es aufwendig als Kulisse auf dem Gelände der Bavaria Film nachgebaut.
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