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Gibt es überhaupt den architekturlosen Film?

Das Genre Architekturfilm

Wenn wir von Naturfilmen in der Wildnis einmal absehen und von Tieren geschaffene Nester, Höhlen und unterirdische Gänge ausklammern, gibt es praktisch keinen Film, in dem keine Architektur auftaucht. Keine städtische Struktur, kein Innenraum, kein Ausblick, kein Betreten und Verlassen ... Selbst sogenannte Unorte sind Räume, die sich architektonisch fassen lassen, und selbst der nicht verortete Straßenraum ist ein architektonischer Raum.

Ebenso wie Dekoration, Kleidung, Geräusche, Lichtwirkungen und natürlich der Ausdruck der Protagonisten spielt er seine Rolle: der Raum durch Architektur. Er kann sich kaum wahrnehmbar im Hintergrund halten und eine harmonische Kulisse für die Handlung bieten, er kann Stimmungen betonen, den Betrachter mitnehmen, einlullen, ablenken oder schmerzhaft emotionale Abgründe untermauern.

Architektonische Klischees können bewusst eingesetzt werden, um gesellschaftliche zu verdeutlichen, Architekturen können Vergangenes aufzeigen und Visionäres darstellen. Die Tatsache, dass ein bewegtes Bild, eine mobile Kamera ein Gebäude umwandern, auf die Umgebung schwenken und Details fokussieren kann, bedient den Anspruch der Allansichtigkeit – wenn man es denn so will. Ge- und umbauter Raum im Film helfen beim Verorten der Handlung, beim Übergang zwischen wechselnden Szenarien und beim Transportieren der Message.

So vielschichtig die Wirkungsweise von Architektur ist, so groß ist ihr Einfluss auf das bewegte Bild. Ob in Dokumentationen über Architekten, ihre Werke und ganze Epochen oder in Spielfilmen, in denen das Schaffen von Architektur, die Besonderheit der Architekturdarstellung oder der Beruf des Architekten eine gesonderte Rolle spielt ... Ob heute zum Kultfilm erkoren oder als Klassiker schon in die Architekturlehre an Hochschulen aufgenommen: Ein breites Feld, vielschichtig in seinen möglichen Kategorisierungen und höchst subjektiv in seiner Wirkung, endet nicht wirklich und wird leicht unübersichtlich. BerührungsPUNKTE hat sich getraut und mit unterschiedlichsten Experten verschiedener Fachrichtungen Filme zusammengestellt, die – je nach Gusto und Anspruch – sehenswert sein könnten unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Unter www.beruehrungspunkte.de finden Sie diese Aufstellung ebenfalls – mailen Sie uns Ihre Favoriten und ergänzen Sie unsere Sammlung durch weitere Titel inkl. Inhaltsangabe, Jahr und Bewertung/Kategorisierung: info@beruehrungspunkte.de

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