Griffprogramm Jahn/Lykouria
Angetrieben von dem Wunsch, das FSB-Griffprogramm noch internationaler zu machen, begaben wir uns erneut auf die Suche. Dabei stießen wir auf Helmut Jahn, dessen Architektur sich durch klare Formen in enger Verbindung mit Ästhetik und Technik ausdrückt. Über München, Berlin und Chicago erreichten wir schließlich in London das Büro Jahn/Lykouria Design. Hier arbeiten Helmut Jahn und der Designer Yorgo Lykouria an interdisziplinären Designprojekten. Jahn und Lykouria lassen sich durch die Wirklichkeit einer sich schnell wandelnden Welt anregen. Vorurteilsfrei gehen sie jedes Projekt an, als sähen sie eine Sache zum ersten Mal. So gelingt es ihnen immer wieder, neue Formen zu entdecken – und vielleicht sogar so etwas wie eine neue Poesie für die banalen Gebrauchsgegenstände unseres Alltags. Nach ihrem Verständnis hatte der klassische Türdrücker aus gebogenem Rundrohr den eigentlichen Zweck, Herstellungspotentiale gemäß den Gestaltungsgrundsätzen der Moderne auszuschöpfen. Für Jahn/Lykouria entspricht dieses Prinzip jedoch keineswegs der heutigen Zeit, hat man sich doch inzwischen mit der Idee vertraut gemacht, dass Maschinen eher dazu da sind, dem Menschen zu dienen. Mit dieser Sicht war schnell entschieden, auf Basis der FSB-Material-Innovation AluGrau eine neue Formensprache zu entwickeln. Herausgekommen ist eine intelligente und originelle neue Produktfamilie, die sich nun in der Praxis bewähren will.
Helmut Jahn und Yorgo Lykouria wollten, dass man eine Türklinke wie eine in Freundschaft hingestreckte Hand erlebt. Es ging ihnen darum, einen banalen, viel benutzten Gegenstand zu entwerfen, in dem sehr viel Vergangenes und Erlebtes mitschwingt. O-Ton aus der Londoner Designer-Werkstatt: »Die Entwicklung begann mit einem Klumpen Modellierton, dem wir die Form einer unserer eigenen greifenden Hände verliehen. Mittels zahlloser Modelle, die alle von Hand gestaltet wurden, ohne dass eine einzige Zeichnung angefertigt wurde, entwickelte sich dieses Tasterlebnis immer weiter. Die sinnlichen Gesten der Hand werden durch die Maschinen treu abgebildet, bis eine vollendete Wiedergabe der handwerklich hergestellten Teile in Aluminium entstand.«







