GEBÄUDESTEUERUNG
MIT MOBILTELEFON, PC, INTERNET UND TV
Vernetzungen sind aus der modernen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Das gilt auch für die moderne Haus- und Gebäudetechnik: Vernetzungen machen das Potenzial deutlich, das in der intelligenten Steuerung von Gebäuden steckt.
Allerdings ist die Vernetzung in der Gebäudetechnik noch keine Selbstverständlichkeit, vor allem nicht im privaten Wohnhaus. Obwohl das auf breiter Basis bereits möglich wäre. Ein einfaches Beispiel dafür ist die Markise, die automatisch eingefahren wird, wenn es regnet oder stürmt. Oder die Anwesenheitssimulation, die gestartet wird, wenn niemand zu Hause ist. Tatsächlich aber repräsentiert die Elektroinstallation im privaten Wohnhaus meist noch den Stand von vor 30 Jahren.
Gebäudezustände lassen sich mit diversen Geräten von Gira, aber auch mit Handy, PC, Internet und TV abfragen. In beiden Fällen ist allerdings eine moderne Infrastruktur innerhalb des Gebäudes erforderlich, quasi eine »Kommunikationsinstallation« parallel zur modernen Elektroinstallation. Ist ein solches EIB/KNX-System vorhanden, kann der Zustand eines Hauses kontrolliert, aber auch verändert werden.
Bei externen Geräten ist der Gira HomeServer 2 das Äquivalent zur sogenannten Bordzentrale im PKW, in der alle Informationen zusammenlaufen und weiter verteilt werden. So ist beispielsweise eine komfortable Steuerung am heimischen PC möglich. Über die gängigen Internet-Browser lassen sich die Informationen zum Gebäude abrufen. Mit TV-Geräten, die eine Verbindung zum Internet haben, kann man sich auch entsprechende Internetseiten auf den heimischen Bildschirm holen. Dadurch lässt sich die Bedienung des Gebäudes auf dem Fernsehschirm visualisieren.
Im Zentrum der internen Geräte, die Gira für die Gebäudesteuerung entwickelt hat, steht das kompakte Gira SmartTerminal, eine zentrale Steuer-, Melde- und Kontrolleinheit zur Bedienung der gesamten Instabus-Installation. Das Besondere dabei: Durch die Kombination von intelligenter Steuerungstechnik für den EIB Instabus mit speziellen Internet-Funktionen fungiert das Gira SmartTerminal auch als elektronischer Briefkasten zum Empfang für E-Mails. Und von ihm aus können auch nützliche Online-Dienste abgerufen werden – einfach, schnell und auch für technische Laien ganz bequem.
Als Steuerungseinheit für das Instabus-System eignet sich das Gira SmartTerminal für alle zentralen Stellen in Haus, Wohnung und Büro. Hier kann sich der Nutzer – quasi im Vorübergehen – über persönliche Benachrichtigungen, das Wetter und die neuesten Nachrichten informieren. Beim Verlassen des Hauses etwa ist die wichtigste Frage schnell geklärt: Sind alle Fenster zu? Wenn nicht, können sie zentral über das SmartTerminal geschlossen werden. Steuern lässt sich das Gerät über einen Knopf zum Drehen und Drücken, der den Nutzer zu den verschiedenen Menü-Ebenen leitet - eine einfache, intuitive Handhabung, die beim Navigationssystem im Auto bereits Standard ist.
Der Gira SmartSensor dagegen ist eine Kontroll- und Bedieneinheit der Instabus-Installation für einzelne Räume. Mit ihm lassen sich sämtliche Instabus-Funktionen eines Raumes prüfen und steuern. Die benutzerfreundliche Bedienung erfolgt über ein Display und einen Bedienknopf zum Drehen und Drücken zur Anwahl bzw. Auswahl eines Menüpunktes. Zur besseren Orientierung im Dunkeln ist der Bedienknopf hinterleuchtet. Über einen integrierten Temperaturfühler erfasst der Gira SmartSensor die aktuelle Raumtemperatur und reguliert sie mittels eines einstellbaren Soll-Werts. Wird das Gerät über eine längere Zeit nicht bedient, schaltet es sich in den Sleep-Modus. Im Display wird dann das Datum, die Uhrzeit und die aktuelle Raumtemperatur anzeigt.
Selbstverständlich ist es möglich, die Gebäudesteuerung auf unterschiedliche Bediengeräte zu verteilen - je nach Auflösung und maximaler Bedienoberfläche kann es durchaus sinnvoll sein, bestimmte Bedienvorgänge nur an entsprechenden Geräten zuzulassen. Solche Fälle können über entsprechende Benutzerstrukturen geregelt werden. [future] Der Gira HomeServer 2 kann zudem als Kommunikationsschnittstelle zu anderen Systemen dienen. In der Unterhaltungselektronik werden immer mehr vernetzte Systeme angeboten. So ist es bereits heute möglich, entsprechende Multiroom Systeme, zum Beispiel Revox, über TCP/IP über den HomeServer 2 an die Gebäudeautomation zu koppeln.
Mit dem neuen Instabus IR-Umsetzer von Gira lassen sich zudem Musikanlagen, Fernseher, DVD-Player und Videorekorder über das Gira EIB Instabus-System ansteuern. Voraussetzung ist, dass diese Geräte einen Infrarot-Empfänger besitzen. Und umgekehrt lässt sich auch das Instabus-System mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern. Über einen freien Kanal kann so zum Beispiel das Licht geschaltet werden.
In Verbindung mit dem Gira HomeServer 2 lassen sich Fernsehgeräte und Musikanlagen sogar über einen Tablett-PC kontrollieren und bedienen. Interessant für gewerbliche Nutzer ist die Einbindung von Beamern oder Dia-Projektoren in komplette Präsentationsszenen: Bei einem entsprechenden Abruf fahren nicht nur die Verdunklung und die Leinwand herab, zur gleichen Zeit wird auch das Licht gedimmt und die Präsentation automatisch gestartet.
Ralph Bertelt - [future]
»Bereits 2002 haben wir zur Überraschung der Branche das Thema Sprechanlagen neu definiert, haben die Funktionen Hören, Sehen und Sprechen als Komplettsystem in das System 55 (innen) und TX_44 (außen) integriert. Ein wichtiger strategischer Schritt zur Aussage, dass Gira mehr ist als ein Schalter- und Steckdosenhersteller.
Die Vernetzung der verschiedenen Systeme in einem intelligenten Haus ist die große Zukunftsherausforderung. Bus-Systeme und das Internet werden stärker zusammen wachsen. Man wird die Funktionsebene innerhalb des Hauses von außen kontrollieren können. Autos sind heute vergleichsweise intelligenter ausgestattet als Gebäude. Gira möchte bisher »dumme« Gebäude deutlich intelligenter, aber beherrschbar ausstatten.«










